Über uns

Am 4. Januar 1922 ist die Gründervesammlung der Wasserversorgung Littau-Berg abgehalten worden. Auch in einer Region mit genügend Niederschlägen und gesicherten Wasservorkommen ist die Versorgung der Bevölkerung mit gutem Trinkwasser ein Grundbedürfnis. 

Mit der Errichtung der Wasserversorgung ist dem Gebiet Littau-Berg in dieser Hinsicht Rechnung getragen worden. In Anbetracht der damaligen Möglichkeiten ist es bemerkenswert, welchen Wagemut und welche Initiative die Gründungsmitglieder aufgebracht haben.
Der Zweck der Genossenschaft wurde anlässlich der Gründerversammlung mit dem Bau und Betrieb einer Grundwasserversorgung für die Gehöfte von Littau-Berg umschrieben. 

Geschichte

Von den Beteiligten musste ein Verpflichtungsschein unterschrieben werden. Darin wurden unter anderem folgende Punkte festgelegt:

«Es wird ein Wasserkaufsvertrag mit Verwalter Koller, Blatten abgeschlossen. Das Wasser wird mittels Kraftanlage ins Reservoir Huob gepumpt. Das Reservoir Huob ist zu erstellen. Eine Druckwasser­zweigleitung ist zu bauen, sowie Hydranten für den Feuerschutz sind zu erstellen. Für die vorgesehenen Baukosten ist ein ungedeckter Kredit bei der Luzerner Kantonalbank anzufordern.  Die Generalversammlung hat Beschluss zu fassen über eine gerechte Kostenverteilung, respektive über den jährlichen Betrag und Amortisation, sowie über jede weiter Organisation der Wasserversorgung.»

1922 setzte sich der erste Vorstand wie folgt zusammen

Präsident: Ignaz Burri, Fluck

Aktuar: Alfred Burri, Sidleren

Kassier: Vinzenz Burri, Fluck

Beisitzer: Heinrich Geisseler, Huob

Wassermeister: Josef Rüedi-Zurkirchen, Spahau

Die anfallenden Arbeiten 1922 wurden meist durch örtlichen Firmen ausgeführt: 

Planung: Ing. Farner, Luzern

Grabarbeiten: J. Klingler, Blatten

Hauptleitung: A. Seeberger, Malters

Wasserfassung: Fa. Mengis, Luzern 

Pumphausfassung: Fa. Mengis, Luzern

Zimmerarbeiten: Lüthy, Spahau

Reservoir: Fa. Novacko, Zürich

Maurerarbeiten: Conti, Littau

Die gesamten Erstellungskosten für Pumpenhaus, Leitungen und Reservoir beliefen sich auf CHF 82'860.00. Die Anlage funktionierte sehr gut und erfreute die Bewohner. Trotz allem reichte der damalige Wasserzins nicht, die finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen. So mussten gemäss Protokollen, die Genossenschafter regelmässig zusätzliche Zahlungen zwischen CHF 1'000.00 bis CHF 5'000.00 leisten. 

 

Durchdachte und weitsichtige Entscheide haben über die Jahrzehnte hinweg dazu geführt, dass die Anlagen stets dem jeweiligen Stand der Technik angepasst werden konnte. 

Kontinuierlich wurde erneuert und ausgebaut:

1930: Erstellung einer Zweigleitung nach Thorenberg

1964: Neue, zusätzliche Wasserfassung im Schachenwald mit neuen Pumpen. 

1978: In Etappen werden die alten Leitungen durch neue ersetzt.
1991: GWP - Ing. Büro Hubert Meier AG 

1992: Pumpstation Schachen wird zusätzlich gegen Überflutung geschützt.

Ausbau Ringleitungen - Leitungserneuerungen

1975: Huob – Ober-Wolfisbühl             

1995: Grudligen – Thorenberg

2000: Reservoir Huob - Grudligen

2006: Thorenberg und Ober-Wolfibühl

2008. Ober-Wolfisbühl

2011: Leitungserneuerung Sidlern ab Hauptl.

2014: Leitungserneuerung Spahau – Oberhof

2017: Ringleitung Schulhaus – Huob
2019: Leitungserneuern Spahau 3 - Spahau 4 mit neuem Hydrant (Parkplatz)
2020: Einbau Combi III - Rüti-Rütihof

1997: Das Reservoir Huob wird einer Totalsanierung unterzogen.
1970: Bau Verbindungsleitung nach Littau EWL Guss 200 mm bis Erdgas-Anlage (in Ring)

2015: Neue Fassung
– Baubewilligung am 30.08.2012
– Baubeginn am 20.08.2013 / Herbst 2014

– Inbetriebnahme am 19.03.2015

2018: Druckerhöhungsanlage Reservoir Huob

– Inbetriebnahme am 17.07.2018
– Stationiert in Reservoir 2 Pumpen à 150lt/min FQ–                                          
   1 Pumpe à 1000 lt/min FQ–Feuer
 2022: UV-Anlage Einbau und Inbetriebnahme beim Pumpwerk

Von Beginn an wurden Aufzeichnungen über den Stromverbrauch und somit die errechneten Wasserpumpleistungen notiert. Diese wurden bis 1964 vom Wassermeister beim täglichen Frühspaziergang abgelesen und dokumentiert. Mit der neuen Wasserfassung 1964 wurde eine Steuerung eingebaut, welche den Wasserstand im Reservoir aufzeigten und den Pumpenbetrieb steuerten.  

Hier sehen Sie, wie ein Teil der Steuerung im Jahr 2020 aussieht.

Für die Wasserversorgungsgenossenschaft Littau-Berg war der Brandschutz  von Anfang an ein wichtiger Bestandteil. Mit der Instruktion und der damaligen Übernahme der Hydrantenanlage wurde der Grundstein für die Feuerwehr Littau-Berg gelegt.

Die Wasserversorgungsgenossenschaft Littau-Berg besteht als selbständige Genossenschaft. Nachfahren der ehemaligen Gründer und Gründerhöfte bilden die Genossenschaft und tragen die Verantwortung. Inzwischen ist die Zahl der Abonnenten von 35 auf über 125 angewachsen. 
Die Gebiete Thorenberg und Wolfisbühl hatten entsprechendes Wachstum.

Aufgrund der stehts guten Wasserqualität war die Grundlage gegeben, das Leitungsnetz, die Pumpen- und Steuerungsanlagen auszubauen, die Schutzzonen gesetzeskonform zu gestalten, das Qualitätssystem aufzubauen und nach dem Stand des heutigen Verfahrens und der heutigen Technik Grundwasser an unsere Abonnenten zu liefern. 

Vom Pumpenhaus 1922 zur Fassung Schachen 2015. Hier sehen Sie Bilder dazu.
Die verantwortlichen Organe der Wasserversorgung Littau-Berg nehmen die Aufgaben ernst, die Genossenschaft in die Zukunft zu führen und Trinkwasser in der geforderten Qualität und Menge jedem Abonnenten 24 Stunden pro Tag zur Verfügung zu stellen.